Bordeauxrot

Beinahe ist es schon unheimlich, unheimlich einnehmend, wie präzise und detailliert und furchtbar aufregend die Gedanken vor meinem inneren Auge tanzen. Sie erheben jeden Blickpunkt zu etwas unmöglich Realem, während in mir der zwingende Reflex aufsteigt, damit etwas anfangen zu müssen. Nur was? Aufschreiben? Ist es damit getan? Wenn ich so sehe, diese dreiphasige Abstufung... weiterlesen →

Die Attribute eines Schriftstellers

Eine weitere Woche ist vergangen, eine weitere Woche, in der ich nicht weiß, worüber ich schreiben soll. Es hat sich einfach nichts geändert, kompletter Stillstand, eine Nullpunktsituation, so als gäbe es kein Vorher, weder Erfahrungen noch existente Texte, an denen ich mich aufbäumen könnte. Keine einfache Situation für jemanden, der Schriftsteller werden möchte. Oh, haben wir hier... weiterlesen →

Als ich heute morgen aus der Bahn stieg…

... strahlte der Himmel kristallblau und die Sonne hing glühend gelbrot knapp über dem Horizont, alles bis auf die Schatten bekleidete sie mit einer hell leuchtenden Decke aus Wärme und Licht. Absolute Windstille, kein in den Bahnhof getragener Laubflocken rührte sich auf dem rostfarbenen Gleis. Grauweiße Tauben tanzten auf den Etagen über mir. Es duftete nach Mädchenparfüm... weiterlesen →

Im Montagsregen

Zertretene Kippen liegen wie Sternbilder auf dem brüchigen Bahnhofsasphalt, hier aufgeplatzt und dunkelgrau bis schwarz im Inneren, dort nass und glänzend im Montagsregen. Wie eine weißgraue Fußmatte klopfen die Wolken ihren über der kalten Nacht aufgestauten Regenstaub auf die Menschen herab, die alle irgendwie anonym und blass erscheinen, ohne Gesicht, ohne Eigenschaften, nur Körper die zur... weiterlesen →

Michael Douglas

Heute sehe ich aus wie Michael Douglas. Orange schimmernde Gesichtsfarbe. Zurückgeworfene Haare. Falten im Augenwinkel. Das Süffisante liegt wie eine Charaktereigenschaft in den Grübchen. Augen aus tiefblauen Kontaktlinsen. Ohh, diese Tiefe. Eine Schwingung in der ausgefransten Oberlippenbartgeraden. Liegt jetzt im Trend, so etwas Hauchartiges, nur mit präzisem Blick Erkennbares. Ja, kaum Bartwuchs ist auch Bartwuchs.... weiterlesen →

Dunkel und fast Nacht

Es ist dunkel und fast Nacht. Hochhäuser mit Lichter rauschen an mir vorbei. Der Zug trägt mich zum heimischen Bahnhof. Ich bin betrunken, mein Kopf lehnt an der Scheibe. Sie ist kalt, nicht so kalt wie draußen, aber kalt genug, damit die Haut an ihr friert. Ziehe den Kopf zurück, setze die Kopfhörer auf, ein... weiterlesen →

Sezierung des Tages

Mein Tag begann unerträglich früh. Oder spät, je nach Sichtweise. Um 01:27 Uhr in der Nacht erlaubten mir die wirklich bis auf den letzten Stichpunkt meiner imaginären ToDo-Liste abgearbeiteten Pflichten den Sturzflug ins natürlich nicht ordentlich hergerichtete Bett, ehe mich nach weiteren zehn Minuten unfreiwilligem Lauschens der sich in den angrenzenden Garten angesiedelten Grillenschweine der... weiterlesen →

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