Die Attribute eines Schriftstellers

Eine weitere Woche ist vergangen, eine weitere Woche, in der ich nicht weiß, worüber ich schreiben soll. Es hat sich einfach nichts geändert, kompletter Stillstand, eine Nullpunktsituation, so als gäbe es kein Vorher, weder Erfahrungen noch existente Texte, an denen ich mich aufbäumen könnte. Keine einfache Situation für jemanden, der Schriftsteller werden möchte. Oh, haben wir hier... weiterlesen →

Die Wucht der Bilder

[…] die Fotografien werden zu einer großen Leinwand direkt vor deinen Augen. Du fühlst dich unendlich. Es sind nur Pixel, viele Millionen Pixel, und doch scheint jeder einzelne Bildpunkt seine Wirkung auf dich zu entfalten. Jede Farbe, jede Perspektive, jedes Motiv greift nach dir, will dir etwas sagen...

Nur in Österreich

Wenn man mir vor einem halben Jahr gesagt hätte, dass ich zwei Wochen lang über Silvester in Österreich verbringen würde, dann hätte ich ihn für verrückt erklärt. Österreich. Da war ich doch schon. Berge, wandern, Wälder. Das ist die Vorstellung des Kindheits-Ich's, das sich vor zehn Jahren noch mit seiner Familie auf die Dreitausender quälte,... weiterlesen →

Von der Pflicht des Zurückkommenmüssens

An diesem Donnerstagmorgen sitze ich in einem ungewohnt leerem Warteraum mit gewohnten Schmerzen im Oberschenkel. Es ist kalt draußen, über der Stadt hängt noch der Rest der Nacht, ein blauer Schleier aus Nebel und einer dichten Wolkendecke. Das Grün der Inneneinrichtung wirkt aufmunternd, aus dem Grund, dass die Farbe aufmunternd wirken soll, was mir bewusst... weiterlesen →

Wenn alles möglich wäre…

…dann würde ich morgen nach Kenia reisen und mit 37 achtjährigen Waisenkindern in der glühendenden, am Horizont abtauchenden rotorangenen Abendsonne unter vereinzelt zuschauenden Elefanten und surreal großen Giraffen mit unendlich langen Hälsen Fußball spielen...

Im Montagsregen

Zertretene Kippen liegen wie Sternbilder auf dem brüchigen Bahnhofsasphalt, hier aufgeplatzt und dunkelgrau bis schwarz im Inneren, dort nass und glänzend im Montagsregen. Wie eine weißgraue Fußmatte klopfen die Wolken ihren über der kalten Nacht aufgestauten Regenstaub auf die Menschen herab, die alle irgendwie anonym und blass erscheinen, ohne Gesicht, ohne Eigenschaften, nur Körper die zur... weiterlesen →

Michael Douglas

Heute sehe ich aus wie Michael Douglas. Orange schimmernde Gesichtsfarbe. Zurückgeworfene Haare. Falten im Augenwinkel. Das Süffisante liegt wie eine Charaktereigenschaft in den Grübchen. Augen aus tiefblauen Kontaktlinsen. Ohh, diese Tiefe. Eine Schwingung in der ausgefransten Oberlippenbartgeraden. Liegt jetzt im Trend, so etwas Hauchartiges, nur mit präzisem Blick Erkennbares. Ja, kaum Bartwuchs ist auch Bartwuchs.... weiterlesen →

Wenn ich lese

Wenn ich Knausgård lese, und das tue ich mal wieder, das mittlerweile sechste Buch, eine Ansammlung von Essays, die es vermutlich nicht in die autobiografische Hauptgeschichte geschafft haben und gerade deshalb wie etwas Eigenständiges von seiner durchdringenden Auffassung der Welt handeln, dann überkommt mich ein Gefühl, das alle anderen Gefühle überschattet, schlichtweg weil es ein... weiterlesen →

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