Sezierung des Tages

Mein Tag begann unerträglich früh. Oder spät, je nach Sichtweise. Um 01:27 Uhr in der Nacht erlaubten mir die wirklich bis auf den letzten Stichpunkt meiner imaginären ToDo-Liste abgearbeiteten Pflichten den Sturzflug ins natürlich nicht ordentlich hergerichtete Bett, ehe mich nach weiteren zehn Minuten unfreiwilligem Lauschens der sich in den angrenzenden Garten angesiedelten Grillenschweine der... weiterlesen →

Männer, die in Nike-Schuhen präsentieren

  Schmerzdurchdrungen bis desinteressiert ahnend über das bevorstehende Versagen streichele ich in allzu harter Freitagsfrühe den ebenfalls recht harten Bahnhofsboden mit den doch sehr unbequemen, nur in Kombination mit drei Pflasterschichten auszuhaltenden, aber glanzneuen Nike-Schuhen, die ich mir zum Sparpreis von 165€ am vorlesungsfreien Donnerstag aus einer Laune heraus gekauft habe; ich tendiere zu dem unschlagbaren... weiterlesen →

10 Minuten vor der Klausur

10 Minuten noch. Zehn Minuten bis mir eine dreiseitige Klausur vorgelegt wird. Fünf bis zehn gekachelte Blätter werden beilegt, die nackt und unbeschrieben mit thematisch korrektem Gedankengut gefüllt werden wollen. Ich hasse diesen Zwang, ein weißes Blatt mit Buchstaben und Wörtern und Zahlen füllen zu müssen, die nicht meiner eigenen Fantasie entsprechen, sondern lediglich das Produkt vorausgegangenem... weiterlesen →

Masse

Ich steige aus der Straßenbahn, setze meinen Lederschuh auf das nasse Asphalt des Markplatzes, auf dem in schlichter Größe meine Universität untergebracht ist. Es ist früh, die Sonne scheint heute nicht aufgegangen zu sein, der weißgraue Himmel ist so sehr bewölkt, dass die einzelnen Wolken nicht sichtbar sind, sie fließen zu einer dichten Masse zusammen... weiterlesen →

Das Ende eines Abenteuers: Der Blick von oben

Ich schaue aus dem Fenster des Flugzeugs. Tausende kleine Häuser und in die Luft ragende Gebäude, Industrieanlagen, Fußballplätze, Straßen und Autos, Menschen, unzählige Menschen mit dem Drang sich zu vergleichen, besser zu sein und eine Welt, der ich eine Woche entfliehen konnte, offenbaren sich mir. Der Druck lässt sich schon von mir oben spüren. Der... weiterlesen →

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