Bordeauxrot

Beinahe ist es schon unheimlich, unheimlich einnehmend, wie präzise und detailliert und furchtbar aufregend die Gedanken vor meinem inneren Auge tanzen. Sie erheben jeden Blickpunkt zu etwas unmöglich Realem, während in mir der zwingende Reflex aufsteigt, damit etwas anfangen zu müssen. Nur was? Aufschreiben? Ist es damit getan? Wenn ich so sehe, diese dreiphasige Abstufung... weiterlesen →

Wenn alles möglich wäre…

…dann würde ich morgen nach Kenia reisen und mit 37 achtjährigen Waisenkindern in der glühendenden, am Horizont abtauchenden rotorangenen Abendsonne unter vereinzelt zuschauenden Elefanten und surreal großen Giraffen mit unendlich langen Hälsen Fußball spielen...

Sezierung des Tages

Mein Tag begann unerträglich früh. Oder spät, je nach Sichtweise. Um 01:27 Uhr in der Nacht erlaubten mir die wirklich bis auf den letzten Stichpunkt meiner imaginären ToDo-Liste abgearbeiteten Pflichten den Sturzflug ins natürlich nicht ordentlich hergerichtete Bett, ehe mich nach weiteren zehn Minuten unfreiwilligem Lauschens der sich in den angrenzenden Garten angesiedelten Grillenschweine der... weiterlesen →

Ein Ort in Echtzeit

Ich sitze in einem schön hergerichteten Park unweit des Zentrums von Dublin, sorgfältig begossene Blumen in roten und rosaroten Farben umgeben von kleinen Sträuchern, bei denen man das Gefühl hat, sie wären zu klein, zumindest in dem Maße, dass sie künstlich wirken, und betrachte die Großstadt als das, was sie ist: Ein Ort voller Menschen.... weiterlesen →

kämpfen

11 Tage? Ernsthaft? Kein geschriebenes Wort in 11 Tagen? So viel Nichtgeschriebenes erinnert mich an... ähm... die Woche davor. Ihr wisst schon, da wo ich auch nichts zustande bekommen habe. Und die Woche davor. Langsam mache ich mir Sorgen. Sollte ich zum Arzt gehen? Mir irgendetwas diagnostizieren lassen, etwas wie "chronische Geistesabwesenheit" oder "Verbalinkontinenz", weil mir... weiterlesen →

10 Minuten vor der Klausur

10 Minuten noch. Zehn Minuten bis mir eine dreiseitige Klausur vorgelegt wird. Fünf bis zehn gekachelte Blätter werden beilegt, die nackt und unbeschrieben mit thematisch korrektem Gedankengut gefüllt werden wollen. Ich hasse diesen Zwang, ein weißes Blatt mit Buchstaben und Wörtern und Zahlen füllen zu müssen, die nicht meiner eigenen Fantasie entsprechen, sondern lediglich das Produkt vorausgegangenem... weiterlesen →

Der alte Mann und ich

Gedankenlos? Bin ich mir sicher? Es durchzuckt mich. Erst leicht, schwach, dann intensiver, spürbarer, jetzt fiebrig und durchgreifend. Ich will es wissen. Ich will wissen was er denkt. Die Gedankenwelt eines geschätzt fünfundachtzigjährigen Rentners, sie ist mir so fern wie nichts, an das ich sonst denke...

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