Reisefieber

Reisen bedeutet, in den schöneren Kreisen der Welt zu verkehren, Horizonte zu vermehren und sich nicht um den Dreck in seiner Heimat zu scheren. Hört sich egoistisch an und war ja auch nicht meine Idee mit dem Reisen, sind nur meine Gedanken die Alaska und Neuseeland umkreisen, wegen Filmen wie Into The Wild, wo ein... weiterlesen →

Bordeauxrot

Beinahe ist es schon unheimlich, unheimlich einnehmend, wie präzise und detailliert und furchtbar aufregend die Gedanken vor meinem inneren Auge tanzen. Sie erheben jeden Blickpunkt zu etwas unmöglich Realem, während in mir der zwingende Reflex aufsteigt, damit etwas anfangen zu müssen. Nur was? Aufschreiben? Ist es damit getan? Wenn ich so sehe, diese dreiphasige Abstufung... weiterlesen →

Im Montagsregen

Zertretene Kippen liegen wie Sternbilder auf dem brüchigen Bahnhofsasphalt, hier aufgeplatzt und dunkelgrau bis schwarz im Inneren, dort nass und glänzend im Montagsregen. Wie eine weißgraue Fußmatte klopfen die Wolken ihren über der kalten Nacht aufgestauten Regenstaub auf die Menschen herab, die alle irgendwie anonym und blass erscheinen, ohne Gesicht, ohne Eigenschaften, nur Körper die zur... weiterlesen →

Michael Douglas

Heute sehe ich aus wie Michael Douglas. Orange schimmernde Gesichtsfarbe. Zurückgeworfene Haare. Falten im Augenwinkel. Das Süffisante liegt wie eine Charaktereigenschaft in den Grübchen. Augen aus tiefblauen Kontaktlinsen. Ohh, diese Tiefe. Eine Schwingung in der ausgefransten Oberlippenbartgeraden. Liegt jetzt im Trend, so etwas Hauchartiges, nur mit präzisem Blick Erkennbares. Ja, kaum Bartwuchs ist auch Bartwuchs.... weiterlesen →

Mach die Augen auf, alter

Guck mich an. Guck nicht ihn an, der auch auf sein Smartphone schaut. Guck mich an oder sie an oder den alten Mann an, der gelborangene Sonnenstrahlen in seinem warmen Blick hat, seine Augen, ein feuchter Grünton, guck den Baum an, der für eine Milisekunde an deinem Blickfeld vorbeirauscht, so unscharf aber so strahlend grün... weiterlesen →

Ein Ort in Echtzeit

Ich sitze in einem schön hergerichteten Park unweit des Zentrums von Dublin, sorgfältig begossene Blumen in roten und rosaroten Farben umgeben von kleinen Sträuchern, bei denen man das Gefühl hat, sie wären zu klein, zumindest in dem Maße, dass sie künstlich wirken, und betrachte die Großstadt als das, was sie ist: Ein Ort voller Menschen.... weiterlesen →

Dienstagsnebel

Unheilvoll steigt der Rauch auf dem Dach meiner Universität auf, es brennt, brennt!, oh wie traurig und herzzerreißend und schlimm, die vielen jungen Studenten, sie werden verbrennen, sie werden schmelzen, ihre Haut tröpfelt auf die blanken Holztische, die das vernebelte Dienstagslicht spiegeln, von wenigen Schatten der weißen Säulen belegt, die so festgefahren und stämmig ein... weiterlesen →

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