Don’t ever look back.

Dann kommt ein Mann um die Ecke. Er ist um die 50 Jahre alt, hat wenige, graue Haare, trägt eine dreckige Handwerkerhose und ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Don’t ever look back“. Selbstbestimmt geht er in das Café. Ich sehe nicht, was er bestellt. Aber das T-Shirt bleibt in meinen Gedanken hängen...

Zerrissene Wirklichkeit

Es ist ruhig an diesem Montagabend. Die Autos schlafen, die Straßen sind schwarz, die Menschen tonlos. Am Himmel liegt viel dunkelblau, fast zu dunkel, um das Blau erkennen zu können. In meiner Wohnung strahlen mich die Wände kahl an. Dort hinten die leblose Schreibmaschine. Hier vor mir eine vertrocknete Tulpe. Der Bildschirm des Fernsehers schimmert... weiterlesen →

Von der Pflicht des Zurückkommenmüssens

An diesem Donnerstagmorgen sitze ich in einem ungewohnt leerem Warteraum mit gewohnten Schmerzen im Oberschenkel. Es ist kalt draußen, über der Stadt hängt noch der Rest der Nacht, ein blauer Schleier aus Nebel und einer dichten Wolkendecke. Das Grün der Inneneinrichtung wirkt aufmunternd, aus dem Grund, dass die Farbe aufmunternd wirken soll, was mir bewusst... weiterlesen →

Wenn ich lese

Wenn ich Knausgård lese, und das tue ich mal wieder, das mittlerweile sechste Buch, eine Ansammlung von Essays, die es vermutlich nicht in die autobiografische Hauptgeschichte geschafft haben und gerade deshalb wie etwas Eigenständiges von seiner durchdringenden Auffassung der Welt handeln, dann überkommt mich ein Gefühl, das alle anderen Gefühle überschattet, schlichtweg weil es ein... weiterlesen →

Dunkel und fast Nacht

Es ist dunkel und fast Nacht. Hochhäuser mit Lichter rauschen an mir vorbei. Der Zug trägt mich zum heimischen Bahnhof. Ich bin betrunken, mein Kopf lehnt an der Scheibe. Sie ist kalt, nicht so kalt wie draußen, aber kalt genug, damit die Haut an ihr friert. Ziehe den Kopf zurück, setze die Kopfhörer auf, ein... weiterlesen →

Chronisches Schnupfen

Alles fing an, als ich mir diese eine Frage stellte: Ist Schnupfen eine logische Nebenerscheinung des Nachdenkens? Bekanntlich denke ich viel und oft und lange nach. Doch mit dem Auftauchen dieser Frage ist zudem etwas anderes aufgetaucht - das Bewusstsein für eine laufende Nase. Sie läuft und läuft und wenn's nicht aufhört resultiert es in... weiterlesen →

Herbstgedanken

Der schwarze Mantel ist zurück, und mit ihm die schwarze Hose, die schwarzen Schuhe. Darin fühle ich mich wohl, es bekleidet den Herbst mit der Stimmung, in der ich mich befinde. Wie ein Schneesturm reißt die Kälte am frühen Morgen die Sommerreste auf den erröteten Blättern und erbleichten Pendelgesichtern mit sich, nur dass der Schnee... weiterlesen →

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