Die extremste Erfahrung meines Lebens! | Abenteuer Norwegen (Kapitel 7)

(Info: Dieser Post ist mittlerweile 2 Jahre alt. Lies hier die Vorgeschichte)

Die Busfahrt vom Norden der Lofoten – beziehungsweise, wie ich zwischenzeitlich herausgefunden habe, der Vesterålen, die Inselgruppe über den Lofoten – bis zur südlichsten Spitze hatte ein Ziel. Reine.

Ich erinnere mich. Es ist jetzt schon unglaubliche 2 Monate her. Aber die Erinnerung ist fest auf meinen Sehnerv gebrannt. Ich saß da, vor meinem PC, irgendwie traurig und irgendwie unglücklich und irgendwie einfach nicht zufrieden. Durchsuche die Weiten des Internets. Ohne Ziel. Finde Reine. Finde unglaubliche Bilder und Fotografien und erlebe eine instinktiv einsetzende Sehnsucht, mich dorthin zu begeben. Folge dieser Sehnsucht. Buche den Flug, kaufe Zelt und Schlafsack und fliege nach Norwegen, auf die Lofoten. Einfach so, aus dem Moment heraus. Auszeit.

Viele Träume verenden irgendwo zwischen Pflicht und Alltag, zwischen Ausreden von “das geht jetzt nicht” und “das werde ich irgendwann ganz sicher machen”. Ich hasse das. Ich bin zwar erst 21, aber ich kann mich einfach nicht mit dem Gedanken abfinden, dass alles erst später möglich sein soll. In 4 oder 5 Jahren, wenn ich meinen Master habe. Oder in 10 Jahren, weil ich vorher keine Auszeit von meinem Beruf nehmen konnte. Das Hier und Jetzt spielt für mich eine große Rolle. Ich will Hier und Jetzt glücklich sein. (s. Blogeintrag)

Und jetzt fährt der Bus über diese kleine Brücke, im Hintergrund gezeichnete Berge umgeben von Wasser und Hügeln und einer Landschaft, für die man die Bezeichnung ‚fotogen‘ erfunden hat. Am Ende der Brücke offenbart sich Reine. Ich war also angekommen…

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Da ich mittlerweile die einzige und letzte Person im Bus war, gesellte ich mich zum Busfahrer und verriet ihm meinen Plan. Ich möchte den Reinebringen besteigen, den höchsten Berg über der Stadt. Ich weiß, dort oben gibt es eine Aussicht, die auf Bildern unfassbar unreal wirkt, nicht greifbar, nahezu grotesk weil ich mir niemals vorstellen konnte, so etwas mit meinen eigenen Augen zu sehen. Er nickt. In diesem Moment erkannte ich in seinen Augen, dass er sich Sorgen machte. Genau derselbe Ausdruck, wie ihn mir mein Vater zuwarf, als ich ihm von meinem Plan erzählte. You’re not convinced about my plan, right?, fragte ich ihn und nein, das war er ganz und gar nicht.

Es regnet. Es hat die letzten Tage geregnet, die letzten Wochen, soviel Regen wie im Juni hatten wir hier schon lange nicht mehr, alles war in ein dunkelblau-grau getaucht, die Sonne hinter den unzähligen Wolken versteckt. Bevor man den Reinebringen hoch möchte, empfiehlt sich ein Regen-freies Ambiente. Nicht nur zu diesem Zeitpunkt. Auch die Tage davor solle es doch bitte trocken gewesen sein. It’s raining, sagte der Busfahrer. I know. 

Seine warnenden, fürsorglichen Worte wurden im selben Moment von meiner Motivation verdrängt. Ich war jetzt hier, ich will da hoch. Er lässt mich direkt am Fuß des Berges raus, steigt sogar noch mit mir aus und zeigt mir den Wegpunkt, wo ich den Aufstieg beginnen kann. Ich bedanke mich und schaue noch kurz den wegfahrenden Bus hinterher, während mir im selben Moment klar wurde: Ich hab‘ meine Mütze im Bus liegen lassen. Gott sei Dank war der Regen nicht kalt und ich habe mich schon längst an die sich scheinbar nie fucking mehr ändernden 5 Grad gewöhnt.

4 Pullover und eine Regenjacke. Mehr war nicht drin bevor ich mich wie in einer Zwangsjacke eingepackt fühlte. Meine Hände frieren. An dieser Stelle noch einmal Props‘ an mich für den Einkauf der 5€-H&M Handschuhe. Ein ganz wichtiger, sehr gut bedachter Move. Dafür dass meine Hände schon frieren, wenn das Quecksilber einen Millimeter unter der 20 Grad Marke angesiedelt ist, hasse ich mich für diesen Einkauf.

Und um die perfekten Rahmenbedingungen abzurunden, war es mein Plan, mit voller Montur, also Trekking-Rucksack und Schulranzen, in dem mein fotosensitives Equipment verstaubt war, den Berg zu besteigen, um auf dem Gipfel mein Zelt aufzuschlagen. Was für eine tolle Idee! Was für ein tolles Gefühl, dass ich die 25 kg – Last umsonst mitschleppen werde…

Ich drang mich durch den verwucherten Eingangsbereich der gut 442 Meter in den Himmel ragenden Bodenerhöhung und blieb stehen.

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Ist das der Pfad zum Gipfel?, war mein erster Gedanke. Was man von außen unschwer erkennen konnte und ich aufgrund meiner vorigen, relativ entspannten weil gleichmäßig aufwärtsgehenden Bergbesteigung nicht mit gerechnet habe: Ich musste klettern. Jetzt keine 90 Grad – Felswand, aber schon für die ersten 10 Meter werde ich irgendwie den Vorsprung überwinden müssen. Mein Blick wandert von dem Hindernis vor mir auf meinen linken Arm, immer noch in einen Verband eingehüllt, da die semioptimale Metallentfernungs-Operation ja gerade einmal eine Woche zurücklag. Keine Belastung! Ich dachte an die Worte meines Arztes. Ich testete aus, inwieweit der Schmerz auszuhalten ist, wenn ich mich drauf abstütze. Das geht doch voll klar. Mehr oder weniger. Naja. Keine gute Idee. Ich sollte…

Springen! Tarzan-like hangele ich mich einarmig einem Ast entlang dem Vorsprung hoch. Geschafft. Handschuhe nass und dreckig. Alles war nass und dreckig. Der Schlamm-geschwängerte Boden und der abwärts verlaufende leichte Regenstrom ließ mich einsacken. 15 von 442 Metern geschafft. Und ich war nass und dreckig. Spaßeshalber streiche ich mir jeweils einen Kriegsbemalungsstreifen unter die Augen und fühlte mich kurzzeitig wie in einen vietnamesischen Dschungel versetzt.

Bereits zu Beginn ist der Weg steil (ca. 45% Steigung). Wer denkt, es wird besser, dürfte schnell enttäuscht sein: Bis zur Aussicht auf dem so genannten “Sattel” wird es steiler und steiler (bis zu 70% Steigung). (Link)

Es kann weitergehen…

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Die nächsten Meter verliefen ähnlich. Immer wieder musste ich Anhöhen überwinden und nicht immer ging das nur mit einem Arm. Er wird schon halten. Er macht mit. Wir ziehen das zusammen durch. Meine Befürchtung, dass mir mein lädierter Arm Stress machen wird auf meinem Abenteuer, bewahrheitete sich nicht. Der zwischen 20 Zentimetern und einem Meter breite, leicht erkennbare Pfad ging über glatte, rutschige Steine, die sich fürchterlich über den Abgrund beugten, über steiniges Geröll, die mich zwischen 3 und 95 Mal umknicken ließen, ohne das was passierte oder schmerzte (danke an meinen Dad, der mich zum Kauf von den hässlichsten Trekking-Schuhen on Earth gezwungen hatte), sowie über und unter potente Äste und Sträucher her. Ich merkte wie meine Kraft langsam schwindete. Einen Hindernis-Parcour habe ich zuletzt in der 10. Klasse in der Gymnasialhalle während des Sportunterrichts bewältigt. Der Schlamm schien sich mit einen Schuhen vereinigen zu wollen und der Regen tanzte auf meiner Jacke wie Barbie in dem animierten Abenteuer Barbie in Schwanensee, das ich mir in einer präpubertären Phase als Ausgleich zum todesgruseligen Horror-Schocker Paranormal Activity mal angeschaut hatte.

Ich fokussierte mich auf die Anstrengung. Und machte die erste von vier Pausen an einer der vielen Lichtungen.

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Es war schon kurz nach Mitternacht. Hätte vielleicht die Gelegenheit im Bus einige Stunden schlafen zu können nutzen sollen.  Aber da war keine Müdigkeit. Mein wie verrückt pumpendes Herz und der Adrenalin der mittlerweile bereits geschafften ersten Hälfte des Berges ließen mich nicht zweifeln, dass das hier gerade eine absolut fantastische Erfahrung ist, extrem in jeglicher Hinsicht, aber wunderbar aufregend.

Die nächsten Höhenmeter waren unweit anstrengender. Und teils echt beängstigend. Ein falscher Schritt und ich würde abrutschen. Was würde mich auffangen? Besonders die glatten Steine waren mit zärtlicher Behutsamkeit zu betreten. Scheinbar stabile Äste knickten ab, scheinbar morsche Äste waren meist die einzige Halterung, die ich greifen konnte. Eine Gratwanderung auf dem eigenen Glück, auf der Hoffnung, dass ich diese Herausforderung meistern werde. Nicht eine Sekunde dachte ich daran, umzukehren. Vielleicht war das ein leichtsinniger Nichtgedanke, vor allem aufgrund meiner nicht vorhandenen Erfahrung mit Bergbesteigungen. Sehr wohl aber war das die einzige Möglichkeit, die Hindernisse zu überwinden, die nächsten Höhenmeter zu erreichen. Mein Blick wanderte mit meinen Füßen und nur in seltenen Momenten blieb ich stehen, blickte auf den Abgrund, der nie zuvor gesehen in die Tiefe führte. Blickte wieder nach oben, es kann nicht mehr weit sein… 

Die Bäume und Sträucher und Äste blieben plötzlich hinter mir. Es lichtete sich, und der Weg führte über einen Strom aus Geröll. Keine Möglichkeit mehr, mich irgendwo festzuhalten. Nahezu krabbelnd kroch ich weiter. Rutsche ab. Versuchte mich  in Minilawinen aus Steinen aufzufangen und die verlorenen Meter wieder hochzurobben. Und dann… nach fast zwei Stunden Aufstieg… ein letztes Hindernis… ein letzter Vorsprung… ein letzter Schritt… ein letzter Hauch von einem Griff über die wirklich letzte kleine Erhebung…

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Ich stand angewurzelt da. Erschlagen von dem Ausblick. Erschlagen von der Anstrengung. Erschlagen von der Surrealität des Moments. Auch der Regen schien wohl kurz erstarrt zu sein und ermöglichte eine klarere Sicht.

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Ein unfassbares Gefühl überkommt mich. Eine anhaltende Gänsehaut, wie ich sie noch nie vorher gespürt habe. Ich habe es geschafft. Ich bin in Norwegen. Ich bin in Reine. Ich bin auf dem Gipfel des Reinebringen. Alleine. Nur mit der Natur. Nur mit dem Wind, dem Regen, den Wolken, dem Berg und der sich mir zauberhaft erleuchtenden Aussicht. Der Wind setzt aus und es war totenstill. Kein einziges Geräusch. Nur mein Atmen war zu hören. Das war der Moment der Freiheit, auf den ich gewartet habe. Der Moment der Freiheit, der meinen Verstand vor wenigen Tagen infiziert hatte. Hier zu stehen, das war die Selbstfindung, die ich brauchte. In dieser Sekunde fließt Stolz und Glück durch mein Blut. Ich habe es geschafft. Ich stehe jetzt gerade wirklich hier.

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Hier kann man nicht campen. So ein Scheiß. Mir wurde klar, dass ich die 25kg umsonst mitgeschleppt habe. Der Gipfel war ein ca. anderthalb Meter breiter Weg. Unmöglich. Einfach unmöglich hier das Zelt aufzuschlagen. Mir entkommt ein lautes fuuuck, abgelöst von einem Mist gefolgt von einem naja, was solls. War gerade zu glücklich. War gerade zu sehr dabei, dieses Erlebnis auf mich niederprasseln zu lassen.

Gleichzeitig merkte ich aber, dass ich hier nicht lange bleiben kann. Der Wind kam wieder und presste sich in mein Gesicht, als würde er mit einem Tornado konkurrieren wollen. Meine Hände fingen wieder an zu frieren und ich musste sie notgedrungen von meiner Kamera lösen. Einzelne Fingerkuppen schienen ihr Abschiedslied vorzubereiten. Ich zog die völlig durchnässten und schlammigen Handschuhe aus und stülpte zwei Sockenpaare über die Hände, um noch ein wenig auf dem Gipfel verweilen zu können.

Ich genoss die Ruhe, atmete so tief und frei wie ich konnte, drehte mich mit ausgebreiteten Armen im Kreis und konstatierte: Alles richtig gemacht. Ich setze mich auf einen Stein und blickte über das unglaubliche Panorama. Es ist schwer, diesen Moment zu beschreiben, aber ich saß einfach nur da und driftete mit meinen Gedanken ab. Wo kam ich her, wo will ich hin? Wo ist mein Platz im Leben? Was möchte ich verändern, was möchte ich besser machen? Mir schossen unendlich viele Gedanken durch den Kopf, ausgelöst von einem Abenteuer, das ich nie vergessen werde.

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So ungern ich auch wollte, es wurde Zeit, den Gipfel wieder zu verlassen. Mittlerweile war es spät in der Nacht und nebst meiner Erschöpfung wurde ich müde. Der Blick nach unten machte mir Angst. Das sah gefährlich aus. Mich beängstigte die Vorstellung, dass bei dem steilen Abstieg mein Rucksack mich kopfüber hinunter schubsen würde. So vorsichtig wie es nur ging und mit einer gerade noch möglichen Rückenlage machte ich mich auf dem Rückweg…

Nach anderthalb weiteren Stunden, unzähligem Ausrutschen und Oberschenkeln wie Lance Armstrong war ich wieder auf der Straße, war ich zurück, zurück von dem kurzen Ausflug in die Unendlichkeit. Wieder überkommt mich Gänsehaut. Ich bin heile. Mir geht es gut. Bis auf ein paar Schrammen, durchgefrorenen Händen und Ohren wie Eiszipfel habe ich die Bergbesteigung überstanden, überlebt, erlebt, genossen, eingesogen, inhaliert und es hat mich zutiefst und – Pardon – scheißegeil beeindruckt!

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Ein kurzer Blick auf die Uhr sagt mir, es ist kurz nach halb 5. Und der Regen hat aufgehört. Sensationell. Kurz dachte ich an den weiteren Tagesverlauf, über den ich im nächsten Kapitel berichten werde. Ich hatte eine Verpflichtung vor mir. In gut 8 Stunden, bevor es am Tag danach mit dem Flieger wieder zurück nach Deutschland geht. Bedeutet: Ich musste mich sauber machen. Zwei Optionen: Einen Einwohner aus dem Schlaf reißen und ihn darum bitten, den dreckigen Abenteurer seine Duschen benutzen zu lassen. Oder ins Meer springen. Sozialbewusst entschied ich mich für letzteres. Ich lief ein paar riesige Steine zum Wasser herunter, zog mich aus, holte das Duschgel aus den Tiefen meines Rucksacks und sprang todesmutig in das eisige Wasser…

Nunja, ehrlich gesagt hab‘ ich zuerst die Wassertemperatur mit einem kleinen Zeh erfühlt, der danach direkt abgestorben ist und als ich meine Entscheidung kurz überdenken wollte, rutsche ich aus und flutschte auf dem nassen Stein ins Meer. Die nachfolgende Szene wäre bestimmt ein viraler Hammer auf Youtube geworden, denn wie ich dann versucht habe, direkt wieder aus dem Wasser zu krabbeln, muss unfassbar lustig ausgesehen haben! Bin dabei immer wieder abgerutscht und konnte mich kaum an dem nassen Stein hochziehen. Als ich schon fast aufgeben wollte und mir der Enddialog aus Titanic in den Sinn kam („Versprich mir dass du weiter lebst und einen Haufen Babys bekommst. Versprich es mir Rose.“ – Rose: „Ich verspreche es Dir, Jim.“) konnte ich doch noch das rettende Ufer erreichen. Selten so kaltes Wasser gefühlt. Die Eisschollen müssen nicht weit weg gewesen sein.

Ich war wieder sauber. Jetzt muss ich schlafen. Aber wo? Ich durchlaufe Reine. Nirgends eine freie Fläche. Nur Wasser, Hügel auf denen Häuser gebaut sind und Straßen.

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Frustriert sahen meine müden Augen keinen Platz zum Zelt aufschlagen. Dann sehe ich ein Haus direkt am Ende der Straße, direkt am Wasser. Dahinter fand ich einen relativ großen Garten, mit zwei Ebenen. Auf der unteren Ebene, die vom Haus aus nicht mehr zu sehen war, war alles voller Moos. Super weich. Ich entfaltete den Schlafsack und legte mich in mein gefühltes Boxspringbett. Just in diesem Moment fing es wieder an zu regnen. DAS KANN NICHT WAHR SEIN!

Im Platzregen versuchte ich dann doch noch, mein Zelt im Moos aufzubauen. Hat hervorragend geklappt, nicht, aber konnte mich trotzdem reinlegen bis zu dem Moment als ich merkte, das war nix, ich bin völlig durchnässt, mir ist scheiße kalt und was zur Hölle mach ich jetzt. Zelt wieder zusammengebaut, Rucksack auf der Terrasse der Villa verstaubt und los ging ein Dauerlauf durch das malerische Örtchen, denn irgendwie musste ich wieder eine humane Körpertemperatur erreichen. Ich entdeckte die Haltestelle, beendete den Kenianer-Modus, sammelte meinen Rucksack wieder auf und wartete auf den allerersten Bus, der laut Fahrplan um 6:58 Uhr kommen würde. Macht noch gut eine Stunde. Zusammengekauert und irgendwie ein wenig verwahrlost lag ich nun in der Ecke der Bushaltestelle und wartete auf den Bus, der mich wieder in die Mitte der Lofoten bringen sollte, wo ich einer ungeahnten Verpflichtung und damit dem letzten großartigen Ereignis auf meinem Abenteuer nachgehen musste…

Liebe Grüße,

Jim Kopf

Ach und: Die extremste und beste Erfahrung meines Lebens ist jetzt auch auf meinem Arm verewigt! :)))

44 Kommentare zu „Die extremste Erfahrung meines Lebens! | Abenteuer Norwegen (Kapitel 7)

Gib deinen ab

  1. Die Fotos sind der Hammer. Gepaart mit dem Text bekommt man direkt Fernweh. Ich habe gestern noch an Dich gedacht, als ein guter Freund von mir Fotos von seinem Lofoten-Aufenthalt bei facebook gepostet hat. Der ist dem Charme Norwegens schon vor Jahren erlegen, spricht mittlerweile sogar die Sprache und ist mindestens zwei mal pro Jahr dort. Ich glaub‘, ich sollte auch mal hin…. Liebe Grüße

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    1. Vielen lieben Dank Kati! 🙂 Wenn du magst, kannst du mich ja mal auf seine FB-Seite leiten, die Bilder würden mich auch interessieren 🙂 Und ja, ich denke du solltest auch dorthin, am besten jetzt gleich.. sofort.. und ich komme auch wieder mit!

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      1. Luisa und Du und ich? Das wird toll 🙂
        Vermutlich hast Du mich bei facebook schon identifiziert!? Die Fotos sind leider nicht öffentlich, bringt also nicht viel….leider. Sind aber auch nicht so toll wie Deine! 😉

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    1. Dankeschön! 🙂 Benutze eine Canon 70D, hatte sie mir damals geholt weil sie auch perfekt für Filmaufnahmen geeignet ist, aber seitdem ich meine Regisseurfähigkeiten auf Eis gelegt habe eignet sie sich wegen dem starken Sensor auch für tolle Fotos 🙂

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  2. Lieber Jim, ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Da ich mich aber erinnere, dass du mal was von Fotos bearbeiten geschrieben hast, würde ich gerne wissen, wie stark deine bearbeitet sind und damit wie nah sie noch an der Realität sind? Sonnige Grüße, Belinda

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    1. Dankeschön! 🙂 Ich muss sagen, die Farben auf den Fotos sind teils stark gesättigt, die Originalbilder waren eher in blau-graue Töne getaucht. Würde aber trotzdem sagen, dass die Fotos immer noch sehr genau das zeigen, was ich mit meinen eigenen Augen gesehen habe 🙂
      Liebe (leider nicht mehr so sonnige) Grüße zurück, Jim

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  3. Whoa,
    mein Adrenalinspiegel liegt gerade ganz schön hoch, so habe ich mitgefiebert! Da bekomme ich selbst Herklopfen, wenn ich mir vorstelle, wie sich das angefühlt haben muss, als du oben auf dem Gipfel angekommen bist! Wahnsinn!
    Ich möchte bitte immer noch mit ins Gepäck, wenn du dich nochmal aufmachst. 😉

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    1. So, habe mich jetzt aus meiner Sprachlosigkeit gefangen.
      Absolut A T E M beraubende Bilder. Wirklich. Wunderschön. Ich bin ja echt nicht so der Kletteraffe und sportliche Aktivität generell ist mir (hauptsächlich) ein Graus, aber boah, du glaubst gar nicht – ich hab so BOCK diesen blöden Berg zu besteigen!
      Ich hatte so Gänsehaut bei deinem Text! Und schon wieder Fernweh. Toll. Na, zum Glück komme ich am Wochenende ein bisschen raus aus dem Alltag 🙂

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      1. Oh gott, ein ganz großes Dankeschön für deine lieben Worte, das ist echt nett von dir und freut mich sehr! 🙂 du solltest auch mal dorthin und das mit deinen eigenen Augen sehen, ich denke du würdest den Berg trotz deiner semistarken Liebe zum Klettern bestimmt auch ganz locker besteigen können 🙂
        Wohin geht’s denn am Wochenende?

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      2. Glaube ich auch! Ich mein, das Ziel ist das Ziel, nicht der Weg… oder wie war das? 😉
        Anlässlich meines Geburtstages geht’s nach Hamburg 🙂 Freue mich schon sehr, obwohl es ja nur regnen soll – aber egal, gehört dazu.

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  4. Wow, was für eine unglaubliche Erfahrung. Ich war so gefesselt von deinem Text und den fantastischen Fotos, das ich auch Gänsehaut bekommen habe. 🙂
    ch finde es faszinierend wie du deine Träume verfolgt und lebst, hör niemals damit auf. 🙂
    P.s: Herzlichen Glückwunsch zum Tattoo- sieht großartig aus.

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  5. Die Bilder sind der HAMMER!!! Ich fühle diese Aufbruchsstimmung und Sehnsucht von der du in deinen ersten Berichten geschrieben hast. Am liebsten würde ich sofort aufbrechen nach Norwegen und neue Abenteuer erleben, aber nach einem Jahr Pause rufen die Verpflichtungen 😦 Uni…yeah!
    Ich freue mich sehr für dich, dass du deine einzigartigen Momente gefunden hast. Solche Erlebnisse bleiben für immer.
    Alles Liebe,
    Lea

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    1. Vielen vielen Dank Lea, freut mich sehr wenn ich die Stimmung gut rüberbringen konnte und Sehnsucht erzeugt habe 🙂 Dein Jahr voller Abenteuer ist jetzt erstmal zu Ende? Was wirst du studieren?:) Wünsche dir schon einmal einen erfolgreichen Start 🙂
      Dankeschön dass du bei diesem Abenteuer dabei warst!

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  6. Ja, leider 😦 bin schon Ende Juli zurück geflogen. Im Oktober beginnt dann mein Psychologie Studium. Das heißt: wieder weg von zuhause, das völlig entspannte Thaileben hinter sich lassen und rein in den Unistress! Was machst du eigentlich für ein duales Studium?

    Danke 🙂 und immer wieder gerne. Werde deinen Blog auch in Zukunft verfolgen, deine Sprache gefällt mir gut 🙂

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    1. Psychologie, nicht schlecht 🙂 hab immer viel Respekt vor Psychologie Absolventen, die Analysieren einen von der einen auf die andere Sekunde im Gespräch 😅 ich mache Marketing Management 🙂
      Dankeschön, ich werde natürlich auch Bei dir dabei bleiben, vielleicht kommen ja bald neue Einträge? 🙂

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  7. Das ist dann wohl Berufsrisiko 😉 Aber in deiner Branche analysiert man die Menschen doch wohl auch, oder etwa nicht? Schließlich muss man die perfekte Marketing Strategie entwickeln 😉
    Wer weiß?? Momentan fehlen mir ein wenig die Themen bzw. der Mut auch über alltägliche Dinge zu schreiben. Außerdem müsste ich dafür erst mal das Thema meines Blogs umschmeißen oder gleich einen ganz Neuen gestalten…viel zu viel Stress für den Moment 😉 Aber eigentlich fehlt mir das Schreiben, also wer weiß?

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    1. Ja das stimmt schon, ich bin aber eher in der Beratung tätig, Marktforschung betreibe ich eher weniger 🙂 Mach dir keinen Stress, wenn dir irgendwann bewusst wird, dass du ein Thema hast worüber du schreiben möchtest, dann wirst du auch wieder dafür den Mut aufbringen 🙂 Bis dahin hast du alle Zeit der Welt 🙂

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  8. Toll, aber in diesem Tempo würde ich das nicht mehr schaffen. Ich habe auch schon dort oben gestanden und war ebenso begeistert wie Du. Du kannst sicherlich und zweifelsfrei die Warnung, dass man diesen „Ausflug“ nur bei gutem Wetter machen sollte, jetzt bestätigen. Man muss schon sehr gut drauf sein, jung, dynamisch, drahtig und spontan, um diesen Aufstieg bei solchen Wetterbedingungen zu machen. Hut ab! Nach vielen abenteuerlichen Urlauben bin ich ruhiger geworden. Ist auch einfach für mich, da ich beruflich fast nur unterwegs bin und soooo viele einmalige Plätze dieser Erde schon gesehen habe. Dir weiterhin viele ereignisreiche Reisen und Wanderungen – wie wäre es mal mit dem Himalaya – das ist für mich die Krone, nicht nur Indiens. Das Schönste was ich je gesehen habe??

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    1. Danke dir, schön dass du auch schon dort oben warst und wir dieses phänomenalen Eindruck teilen können 🙂 Bin wirklich neidisch dass du schon so viele fantastische Orte erlebt hast, ich wünsche mir dass ich das auch einmal behaupten kann. Im Himalaya warst du auch schon? Sehr beeindruckend, das muss auch etwas unglaubliches gewesen sein… vielleicht irgendwann mal! Noch bin ich ja kein erfahrener Bergsteiger/Wanderer, ich denke ab 3000m könnte bei mir die Luft schon knapp werden…
      In diesem Sinne, auf weitere tolle Reisen 🙂

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  9. Du verzeihst, dass ich lauthals über dein Bad im Nordmeer gelacht habe…;)
    Die Aussicht vom Reinebringen ist atemberaubend und ich beneide dich ein bisschen, dass du dich das getraut hast und dich durch den Aufstieg gebissen hast, wo ich nicht einmal in der Hälfte aufgegeben habe. Das muss eine grossartige Erfahrung gewesen sein. 🙂
    Ich stöbere nun noch etwas mehr durch deine Reiseberichte. Herzlichen Dank lässt du uns daran teilhaben.

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    1. Nein, es war wirklich zum lauthals loslachen (außer in den Sekunden, in denen ich mich am Ende wähnte :D).
      Es war eine grandiose Erfahrung, und seitdem vergeht kein Tag, an dem ich nicht daran denke, oder daran denke, etwas ähnliches erleben zu wollen…
      Danke für deinen lieben Kommentar, und ich bin mir sicher, du würdest das ganz genauso schaffen 🙂

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      1. ja das würde ich an deiner stelle auch sagen, ABER mich hat ja schon der irische Dauerregen ausgeknockt 😉 dennoch, einfach genial. ich hebe mir das aber auf, für die midlife crisis. one day, baby, we’ll be old…

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      2. oh haha, verzeih mir mein schmunzeln.. dann heb dir das auf, und wenn du zweifelst dann… einfach machen! Ich war ja selbst noch nie vorher auf einem Berg, ich meine, hätte mein Vater mir nicht Trekking-Schuhe gekauft wäre ich das Ganze mit meinen Nike-Sneakern angegangen 😀 Aber letztendlich ist alles gut gegangen, und die Erinnerung ist lebhafter wie nie zuvor… die nächsten Reisen stehen an, aber dazu mehr in kürze 😛

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      3. schmunzel ruhig, es war schon ein kleni wenig selbstironisch gemeint 😉 nein im ernst, die aktion ist wirklich der hammer und man sollte sich viel öfter dran erinnern, was wir für ein glück haben, dass die meisten orte auf dieser welt für uns so schnell zu erreichen sind, wenn wir sie wirklich erreichen wollen und wo ein wille ist… you know what i mean.

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  10. Also ein ganz ganz großer Beitrag und ebenso grossen Fotos !!! Gratuliere zu diesem Highlight das man in seinem ganzen Leben nicht mehr vergessen wird. Super geschrieben ! Ähnliche Momente kenne ich auch von früher bei meiner Bergsteigerei. Allerdings hatte ich wärmere Temperaturen und eigentlich immer gutes Wetter. Aber den Wille einen Berg zu bezwingen kenne ich ! Auch ich dachte oft mal an das umkehren oder weitergehen. Die Angst abzustürzen ect. ! Also Hut ab !!!!

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    1. Dankeschön! Sehr cool, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast, deinen „Sprössling“ habe ich ja schon kennengelernt 🙂 Vielen lieben Dank für diese Worte, und es ist cool, dass du selbst damit Erfahrungen gemacht hast und mich somit ein wenig mehr verstehst.. ich wünschte, ich könnte viel öfters die Berge besteigen.. mal sehen, wohin mich der Weg führen wird!

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