London fühlen

Vorwort: Nach der längsten Beitragsüberschrift beim letzten Mal wählte ich diesmal die bisher kürzeste. Die letzte Überschrift war nicht nur viel zu lang, sondern auch viel zu aussagekräftig, viel zu pessimistisch, viel zu negativ. Das zog sich dann auch in den Text hinein, man merkte mir wohl an, dass ich meinen kurzzeitigen Frust nach außen getragen habe. Generell ist das für mich total in Ordnung, wenn man fremde Personen mit Geschichten behaftet, sei mal dahingestellt ob diese gut (märchenhaft, faszinierend, Happy End) oder schlecht (sarkastisch, bösartig, Sad End) daherkommen. Sind ja schließlich die eigenen Gedanken, und auch wenn eine Interpretation mit dem Wort Geschlechtskrankheit aufhört, möchte ich diesem Menschen noch lange nichts böses. Entscheidend ist aber, ob es lediglich bei einer Gedankenspielerei bleibt. Wenn man das synaptische Einfallsreichtum nach außen trägt und dieser unschuldigen Fremden (/Flugbegleiterin) genervt auf die (viel zu großen) Füße tritt, dann ist das etwas was ich überhaupt nicht leiden kann. Selbst wenn es nur eine merklich herabwürdigende Betonung ist, ich hasse das, das ist etwas, was so gar nicht zu mir passt. Auch weil ich mich stets schäme für übel gelaunte Menschen dieser Sorte, wenn ich zufällig beobachte, wie sie Unbekannte ungerechterweise anpflaumen. Um dem entgegenzuwirken denke ich, dass man sich diesen menschlichen Fehler eingestehen muss. Daher: Sorry für mein Verhalten, liebe Flugbegleiterin, ich hätte Ihnen freundlicher entgegnen sollen, so wie ich das immer mache. Ende Vorwort.

Minimal müde machten mir meine Augen das Aufstehen zur Herkulesaufgabe. Ich stieß ein dermaßen lautes Gähnen aus, dass ich mir ein wenig erschrocken die Hände vor den Mund warf. Wagte einen vorsichtigen Blick in die Runde und sah… niemanden. Ich war der Letzte im Zimmer. Die Vorzeigetouristen stehen wohl früher auf. Das erklärt dann auch die fünf unüberhörbaren Wecker, die zwischen 6 und 8 Uhr meinen Halbschlaf unterbrachen.

Dann wurde es auch für mich Zeit, London zu entdecken. Vorerst nicht alleine, sondern mit der bezaubernden Anja. Anja lebt für ein Jahr als Au Pair bei einer englischen Gastfamilie in London und führt ebenfalls ihren eigenen Blog. So kam der Kontakt zustande und als ich ihr schrieb, dass ich vorhabe, auf die Insel zu fliegen, erklärte sie sich sofort bereit, mich herumzuführen. Was bei meiner gravierenden Orientierungsschwäche und völligen Planlosigkeit ein echter Glücksfall war.

Wir trafen uns gegen 10 Uhr in Camden, erkundeten ein wenig die Straßen, frühstückten in aller Ruhe an einem niedlichen Eckcafé, während wir die vorbeiziehenden Autos beobachteten und unterhielten uns ausgelassen. Sie möchte mir einen tollen Ort über der Stadt zeigen, einen Hügel, auf dem man quasi ganz London überblicken kann. Hört sich nicht verkehrt an, und ein steiler Halbmarathon später waren wir oben angekommen. Tatsächlich, ein schöner Ort. Hier waren nur wenige Menschen anzutreffen, er war wohl noch nicht vom Touristentum kommerzialisiert und das war gut so.

LONDON_Jim_kopf_aussicht_stadt

Es war fast wie ein schöner Herbsttag. Die Sonne schien, so als würde sie den ganzen Tag nichts anderes vorhaben, die Bäume und Blätter zeigten erste Anzeichen einer bald einsetzenden Färbung und der kalte Wind wirbelte die blonden Haare umher, bei Anja, die einen Zopf hatte, und bei mir, obwohl ich mir noch eine neue Haarspray-Flasche am 24-Stunden-geöffneten Tesco gekauft hatte. Die andere lag ja im Müll am Flughafen, zusammen mit seinen Freunden Niv Ea, Lo Real und Got Tobe.

In einem örtlichen Pub gab es anschließend mein erstes englisches Bier (ever). Es war ein wenig zu warm, ein wenig zu wenig Kohlensäure, ein wenig zu laff. Also entschied ich mich, dass dies nicht mein erstes englisches Bier war, sondern nur das obligatorische Getränk zum Hähnchen. Das erste richtige englische Bier wird es dann später am Abend geben…

Anja musste nun ihren Tätigkeiten als Teilzeit-Nanny nachgehen und ließ mich sitzen. Tschüss, mach’s gut. Oder bis morgen? Ok, bis morgen 🙂

Und da war Jim wieder alleine. Alleingelassen in einer Großstadt. Ohne Plan, ohne Orientierung, dafür aber mit einer Oyster Card, mit der ich jede Station anpeilen konnte. Also entschied ich mich, den Touriekram abzurattern. Picadilly Circus, Trafalgar Square, Westminster Abbey, Hyde Park, Big Ben, London Eye. Alles nicht zu übersehen. 19 Uhr. Die Sonne geht unter und ich habe das Gefühl, ganz London gesehen zu haben. Meine Beine sind müde und ich war zufrieden. Jetzt war ich auch endlich mal in London. Sehr schön.

Dazu gab es noch die unzähligen Menschen aus allen Teilen dieser Welt zu beobachten, und damit auch die komplette Baureihe aller Canon-Modelle. Ich hatte bis zum Sonnenuntergang nicht wirklich das Bedürfnis zu fotografieren. Irgendwie fehlte mir das Besondere, wenn zeitgleich 9 Millionen andere Menschen ihre Spiegelreflex auf ein Motiv halten. Ich machte mir einen Spaß daraus, ein wenig in die Menge zu posen und nach einer Stunde auf dem Monument in der Mitte des Picadilly Circus‘ sitzend war ich gefühlt auf jedem zweiten Foto und sah mich schon als der nächste geborene Star über Nacht: „Wer ist dieser mysteriöse junge Mann? Nicht nur Huan Yang aus China, Krsitz Rancziowizk aus Kroatien und Motombo Afrodimasa aus Papua-Neuguinea haben ihn zufällig auf ihren Schnappschüssen abgelichtet, er ist auch schätzungsweise auf 4,5 Millionen weiteren öffentlich geposteten Fotos zu sehen. Unter dem Hashtag #whosthisguy verbreitete sich eine Welle der Verwunderung, die schnell in Begeisterung umschlug. Verschwörungstheoretiker betitelten diesen blonden Unbekannten als „eine Reinkarnation von James Dean„, Boulevardzeitschriften ernannten ihn zum potenziell „most influencial celebrity“ des kommenden Jahres. Reporter aus aller Welt und berühmte Starfotografen sind bereits auf dem Weg nach London und Gerüchten zufolge wird bereits an einer Waxfigur im Madame Tussaud’s gewerkelt. Es scheint, als würde der Hype nie enden. Wir sind gespannt, wie es weitergeht…“

London_eye_view

Der Sonnenuntergang nahte herbei und nach und nach flackerten die vielen Lichter auf. Ich saß mittlerweile am Ufer des London Eye, dieses gigantische Riesenrad an der Themse und schlürfte aus meiner McDonalds-Cola. Saß da, mit Kopfhörern und vielen unfassbar tollen Songs, genoss das Drumherum, die vielen hektischen Menschen, die Hobbyfotografen, die aufgeregten Asiaten und vor allem aber den Blick auf die Wahrzeichen der Stadt. Fühlte sich gut an, auch wenn ich inmitten so vieler Menschen alleine war. Über WhatsApp werde ich von meiner, wie sich herausstellen wird, Beinahe-Ex gefragt, was ich mache und wo ich bin und wieso verdammte Axt, sitzt du da alleine, ist dir nicht langweilig?

Big_ben_london_night_sunset

Ich denke, viele Menschen verstehen das nicht. Ich bin gerne alleine. Ich habe mich und… meine Gedanken. Das ist etwas unverzichtbares, etwas, was mich zumindest zum Teil erfüllt. Was mich durchaus melancholisch macht, teils auch daran Schuld ist, dass ich unzufrieden wirke, und mir ständig einrede, dass ich unzufrieden bin, aber im Hier und Jetzt, und das war in Norwegen ganz genauso, und selbst wenn ich einfach mal alleine in den Park gehe daheim, ist es ein Gefühl, dass ich für wichtig erachte. Für meine Suche nach Glück, für meine Suche nach grenzenlosem Glück, die nunmal bei mir selbst beginnt, tief in meinem Bewusstsein.

london_eye_night_view_lights_bridge_people

Ich ließ mir Zeit, ehe ich zurückkehren wollte. Die Szenerie war wirklich sehr schön anzuschauen, zu fühlen, doch es wurde Zeit für mein erstes richtiges englisches Bier. Laufe die Straße am Westminster entlang und öffne wahllos die Tür eines zufällig ausgesuchten Pubs. Männer dominierten den Anblick, dazwischen standen drei große Frauen. Setze mich an die Bar, bestelle mir ein großes Guiness und verschlang es, als wäre es die erste Chance in meinem Leben gewesen, ein alkoholisches Getränk zu mir zu nehmen. Echt lecker, dieses Guiness. Mittendrin komme ich mit einem Mann mittleren Alters ins Gespräch, er arbeite in dem financial district here und sah auch so total business aus. Ich überzeugte mit fließendem Englisch und erntete die Worte „your English is sublime, just perfect… you’re a very handsome man„. Ich bedankte mich, ist echt ’ne coole Sache wenn ein Engländer deine Aussprache adelt und man weiß ja nie, vielleicht trifft man ja auch auf seinen potenziellen neuen Arbeitgeber (wie Jonah Hill auf Leonardo DiCaprio in The Wolf of Wall Street).

Die Theke wurde mir zu voll und ich stellte mich mit einem neuen Bier an eine andere, der einzig noch freie Platz, neben zwei weiteren Männern mittleren Alters, die eng umschlungen wie ein junges Paar.. nunja.. halt homosexuell agierten. Jeder wie er mag, dachte ich mir und lachte schulterzuckend. Um die Toilette aufzusuchen bat ich einen glatzköpfigen Mittvierziger, der ebenfalls an der Theke stand, kurz auf meine Sachen aufzupassen, ging in den Keller und blieb auf der Treppe stehen. Was man von oben nicht hören könnte, hier sang gerade ein Chinese mit langen Haaren und unglaublich schrägen Tönen einen Hit von Celine Dion. Also Den einen Hit. Vor der kleinen Bühne standen ca. 15 weitere männliche Gestalten und verfolgten das wirklich sehr groteske Treiben. Ich pruste los, der Anblick war wirklich zum Schreien! Ich überlegte mir, auch einen Hit zum Besten zu geben, ich meine, hier kennt mich ja eh keiner, aber vorerst hatte ich noch ein Bier zu leeren. Wieder an der Theke spricht mich der recht betrunkene Glatzkopf an. In Anbetracht meines noch vollen Bieres kam ich nicht drum herum, mit ihm ins Gespräch zu kommen, was solls, hier sind sowieso keine jungen Damen und Englisch sprechen macht mir generell Spaß. Er erzählte mir eine Menge Dinge, und auf jede meiner Aussagen antwortete er mit einem „You are very handsome, a really handsome man„. Langsam aber wurde mir das Ganze unangenehm. Dann erzählte er mir, dass er nächstes Jahr nach Berlin reisen möchte, „Oh I wanted to do this for a long time, but next year for sure. By the way, how is the Gay Scene in Berlin?

What? „The Gay Scene.. in Berlin?!“ Ich muss wohl ein wenig perplex ausgesehen haben. „Uhm – well, inasmuch I am straight, I don’t know anything about the Gay Scene in Berlin…„. Jetzt war er ein wenig perplex: „But you know that this is a Gay Bar?

Oh Gott. Nein, das wusste ich nicht. Aber jetzt wurde mir einiges klar. Der offensichtlich stockschwule Barkeeper mit seiner Aaron Carter-Mähne, der sichtlich interessierte Finanztyp, das auffallend schwule Paar an der Theke, der Keller voller Männer, die sich Liebeslieder vorsangen, der aufdringliche Glatzkopf… ich gebe zu, ich habe echt lange gebraucht, das zu checken. Ich war wohl naiv. Nicht dass ich Homosexuelle nicht tolerieren würde, aber so viele auf einen Haufen… und die Komplimente – nun, die Intention dahinter habe ich wohl missverstanden. „I know you are very young… but I don’t mind…“ Das war der Punkt an dem ich wusste, ich muss hier raus. Haute mein Bier auf Ex die Kehle runter und verabschiedete mich höflich, schaute beim Herausgehen hilflos zu einer der drei Frauen, die, wie sich herausstellte, auch nur Transen waren, und verließ den Pub so schnell es ging. Von außen gab ich noch einen Blick auf den Namen des Pub’s: Highway to Heaven.

Ich war bedient. Das war schräg. Echt verdammt schräg. Ich lache laut und komme aus dem Lachen nicht mehr raus. Das kann aber auch nur mir passieren. In diesem Moment schreibt mir Anja, weißt du, der Hügel auf dem wir heute vormittag waren, ich will den mal bei Nacht sehen. Warum nicht, dachte ich mir und eine Dreiviertelstunde später saßen wir auf der Parkbank auf dem Hügel, vor uns tausende kleine Lichter, London bei Nacht. Ein wunderschöner Anblick.

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Nach ein paar Versuchen, mit Licht in die Dunkelheit zu malen, ließen wir zusammen noch meinen ersten Tag in London Revue passieren und am Ende der Geschichte (stell dir vor ich hätte auch noch gesungen…) kamen wir beide auch nur schwer wieder aus dem Lachen heraus…

77 Kommentare zu „London fühlen

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  1. HAHAHA…..du bringst es immer wieder fertig mich zum LACHEN ZU BRINGEN….ich danke dir dafür…hihihi….schön das du deine PRODUKTE so nett und ohne Werbung zu machen, aufgeschrieben hast 😉 hahha…und London hat doch echt was oder? 😉 zum Beispiel eine nette Anja 🙂
    Und dein erstes Pub und dann das hahaha irgendwie ahnte ich das schon, dass sowas kommt 🙂 ….und ich frage mich grad ernsthaft was du gesungen hättest……dann wärst du nicht nur auf den Bildern der Star gewesen 😉

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    1. oooh Anny echt nett von dir haha du bist so cool drauf ehrlich danke dir! :-)) Wenn ich mit meinen Texten andere zum Lachen bringen kann dann ist das für mich sowieso das größte Kompliment! 🙂
      London hat definitiv etwas an sich und kann gut nachvollziehen, dass andere so sehr dieser Stadt verfallen 🙂
      Was ich gesungen hätte.. gute Frage.. vermutlich „This Charming Man“ von The Smiths hahaha 😀

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  2. Ich bin eine nette Anja 👌🏻😅. Und ich glaube, ich kann es verschmerzen, dass du nicht gesungen hast. Dein Wissen über Giraffen und mein ganzes Reportoire an englischen Kinderliedern haben auch ausgereicht 🙊🙈.
    Fand es schön, dass du da warst ❤️

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      1. haha na was heißt gefallen.. Anja hatte soo einen Ohrwurm von ihren Kinderliedern und das hat sich dann wohl oder übel auf mich übertragen.. weiß nicht ob das so schön war 😀 Aber es hat sich definitiv bei ihr schöner angehört als bei mir haha 🙂

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    1. Finde ich auch haha, hab‘ nicht eine Sekunde daran gedacht dass es das in London geben könnte.. vor allem nicht auf einer Straße an der zig Millionen Touristen langlaufen.. war bestimmt nicht der Erste dem das Maleur passierte 😀
      Oh nach Dublin muss ich auch mal, warum gefällt es dir denn da noch mehr?:-)

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  3. Das ist mir in Köln (wenn wundert es? 😉 ) auch einmal passiert. Man geht da ja ganz naiv rein.

    Schlimmer ist es wenn du in eher kleinen Städten in Schuwlenclubs gehst. „Schlimm“ deswegen, weil da sich die meisten Leute schon länger kennen und wenn man da als „Neuling“ hingeht, fühlt man sich wie eine scharfe Frau in einem Hetero-Club – jeder baggert dich an 😀

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    1. Ohje, das ist dann noch einmal schlimmer denke ich.. ich meine wir haben ja absolut nichts gegen Schwule, aber wenn man dann penetrant angeflirtet wird ist das einfach zu viel für uns 😀 Aber wie du schon sagst, wenn man den Club/Pub nicht kennt, dann denkt man keine Sekunde vorher dran ob das vll. ’ne Schwulenbar ist 😀

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  4. oh, diese bilder.. jetzt hab ich schwere sehnsucht nach meiner europäischen lieblingsstadt! 😍 du schaffst es doch immer wieder…
    übrigens, geh mal bei einen der unzähligen „prét à manger“ essen. hol dir so nen wrap. die sind der hammer!
    tja, und wegen der schwulenbar… sowas kann aber auch nur dir passieren 😂😂

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    1. Das wollte ich doch erreichen haha 🙂 Danke Hannah!
      Bin leider schon längst wieder zuhause, mensch diesen Tipp hätte ich vor zwei Wochen gebraucht 😦 Muss aber sagen dass mir kein Prét á manget aufgefallen ist… dabei mag ich Wraps so O.o
      ja danke, aber es ist echt wahr 😀

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  5. Oh Heimweh. Dabei gehts bald zurück. Und Guinness ist super. In Irland noch einen tacken besser. Wegen des Gefühles beim trinken und der Atmosphäre. Aber auch in London schmeckt es 😀 Klasse mit der Schwulen Bar. Weißt du in welchem Stadtteil sie war? 😀

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    1. Kann ich mir gut vorstellen, in einem irischen (Hetero-)Pub wäre es bestimmt noch besser gekommen 🙂 Die Bar war direkt an der Straße zwischen Trafalgar Square und Big Ben.. wenn diese Ortsbeschreibung denn Sinn macht 😀 Lass mich wissen ob du in dieser Bar mehr Spaß hattest wenn du bald wieder da bist haha 🙂

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  6. Ach ja, die ganz besondere Ruhe und Zufriedenheit die man hat, wenn man einfach mal mit sich und den Gedanken allein ist und sie wie Schätze in einem selbst einbunkern kann. Wie Herzgedanken. =) Ich verstehe dich sehr gut.
    Wie immer ein toller Beitrag, Jim! Bei „My Heart will go on“ wäre ich ab dem dritten Bier dann auch dabei! Als Frau in einer Gay Bar zu landen, ist natürlich wesentlich unspektakulärer. Eher so wie mit den neuen Freundinnen kichern und gackern. Die gegenseitige Abcheckerei ist nicht so schlimm, haben die „Ladies“ doch keine Konkurrenz zu befürchten. ^^ Aber du hast das ja diplomatisch geregelt und dich sauber aus der Affäre ziehen können. Was soll man da noch sagen? „Wenn einer eine Reise tut, dann hat er was zu erzählen…“. 😉

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    1. „Herzgedanken“ trifft es echt gut (wo holst du denn immer diese tollen Begriffe her?) 🙂
      Dankeschön Luisa! Wir hätten die Bar gerockt, auch wenn das für dich glaube ich dann amüsanter gewesen wäre, zumindest ab dem Zeitpunkt wo das Lied dann zu Ende ist.. 😀
      War auf jeden Fall eine, ähm, interessante Erfahrung, bei der ich aber auch nichts dagegen gehabt hätte wenn ich sie nicht hätte erleben müssen 😀

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  7. Verdammt, mir fällt grad auf das ich echt der einzige männliche Fan von Dir bin (der hier kommentiert) wie mir scheint. Aber keine Sorge, hat keine sxuellen Hintergründe ;-)) Ich bin Dein Leser aus voller Überzeugung. Wegen Geschichten wie diesen. Allein wegen dem unendlichen Wortwitz (es wäre unmöglich alle „Kracher“ aus dem Text zu filtern, so viele sind es). Eins weiß ich aber auf jeden Fall: Guinness ist verdammt nochmal das genialste Gesöff auf diesem Planeten! Rock on 😉

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    1. haha Markus, das weiß ich doch, und du bist einer der wertvollsten Leser die man überhaupt auf seinem Blog haben kann! 🙂 Danke danke danke!!! :))
      Darauf stoßen wir an, mit einem (oder sieben) Guinness! 🙂

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  8. Für meine Suche nach Glück, für meine Suche nach grenzenlosem Glück, die nunmal bei mir selbst beginnt, tief in meinem Bewusstsein. – anders gehts nicht im Leben – jeder ist sich selbst der Nächste und seines eigenen Glückes Schmied, denn sonst bestellt mann/frau jemand anderen dazu, hat Erwartungen, fühlt sich verantwortlich und das nimmt am Ende mehr, als es bereichert. Ich finde es daher toll und wichtig, dass du für dich sein kannst. Ich mag in diesem Zusammenhang das Bild von zwei griechischen Säulen, die zusammen ein Dach tragen ganz gerne: nur wer für sich steht, sich seiner bewusst und sicher ist, kann mit jemand anderem gemeinsam in Freiheit sein.

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  9. Du schreibst so kurzweilig, interessant und humorvoll, dass ich dir gerne auch 2 x Gefällt mir geben würde 😉 Aber mal im Ernst, das mit der Schwulen-Bar find‘ ich richtig lustig und doch könnte das doch jedem passieren – in fast allen Städten.
    Die Fotos finde ich so was von schön: Die Farben, die Motive ….. wirklich ganz große Klasse und wie hast du das letzte Foto gemacht? Technik? Sieht SUPER aus.
    Vor so einer riesigen Stadt fürchte ich mich ein wenig – 12 Mio.- und ich hätte da Bedenken, ob ich mich da zurecht finden würde trotz recht passabler Englischkenntnisse.
    Übrigens geht’s mir – was typische Touristenmotive angeht – genau wie dir. Ich habe keine einziges Foto in Rom gemacht vom Trevi Brunnen, Spanischer Treppe, Pantheon usw., weil es furchtbar ist, dass alle nur Kameras, Handysticks usw. zücken anstatt mal einfach zu staunen und zu genießen. Dafür habe ich vom Collosseo zufällig schöne Fotos machen können, weil wir abends dort waren im Mondschein und da sind alle Busse weg und auch die meisten Touristen. Dann gehört es den Römern und geduldigen Touristen wie uns. Das war wirklich sehr beeindruckend.
    Trotzdem inspiriert deine Schilderung meine Fantasie und ich möchte so bald wie möglich auch mal nach London.

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    1. Oh das schmeichelt mich sehr, ein ganz großes Dankeschön an dich, das gibt mir immer wieder auf’s Neue Motivation, weiterzuschreiben 🙂
      Und Danke für das Kompliment für die Fotos! Das letzte Bild ist mit einer 30-sekündigen Langzeitbelichtung entstanden.. einfach die Leuchten unserer Handys gezückt und während dieser Zeitspanne in die Luft gemalt 🙂
      Da greifst du genau den richtigen Gedanken auf, der mich auch davon abgehalten hat bei so vielen Touristen meine Kamera zu zücken! Die Fotos sind bestimmt auch sehr schön geworden, und wie du schon richtig sagst, wenn man geduldig ist wird man auch mit solch tollen Fotos belohnt 🙂

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      1. Ohja, bei diesen Fotos mit dem Vollmond hättest du mal eine Langzeitbelichtung ausprobieren sollen, ich denke das sähe fantastisch aus! Aber auch so sind dir die Bilder sehr gelungen 🙂
        Wichtig zu wissen: Für eine Langzeitbelichtung immer ein Stativ benutzen oder zumindest die Kamera irgendwo abstellen, jeglicher Ruckler zerstört das Bild 🙂

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  10. Herrlich geschrieben,

    und je mehr ich las von deinem Text, desto mehr geriet ich ins lachen,
    und am Ende prustete ich schier mein Guiness von gestern wieder heraus *haha*

    Aber mir hätte das auch gut passieren können, Jim, „vergesse“ ich doch immer, dass Schwule auch in der Realität vorkommen, und nicht nur im TV beim Christopher Street Day *g*

    Liebe Herbstsonnengrüße
    vom Finbar

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  11. Hey Jim,
    danke für deinen wundertollen Text, der hat mir gerade den Morgen versüßt 🙂 Kam aus dem Lachen gar nicht mehr heraus 😀
    Das mit dem fotografieren kenne ich…man will ja nicht der typische Touri sein, der bei jeder Kleinigkeit die Kamera zückt. Umso mehr freut es mich, was für besondere Bilder du in der Abenddämmerung geschossen hast; die haben doch deutlich mehr Charme und man erkennt immer noch in welcher Stadt du dich befindest 🙂
    Noch ein Satz zu dem Alleinsein: es gibt keine bessere Möglichkeit, um sich selber zu finden und das was einen ausmacht. Nur so kann man erkennen wie man selber sein möchte und sich die wichtigsten Fragen beantworten: Wer will ich sein? Was macht mich besonders und unterscheidet mich vielleicht auch von den anderen?
    Musik, einsame Spaziergänge, einfach allein in der Natur zu sein, hilft mir dabei auch ungemein 🙂
    Alles Liebe aus dem hohen Norden,
    Lea

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      1. Ein fröhliches Hey zurück 🙂
        Gern geschehen! Ein Lächeln (oder Grinsen) ist doch das Schönste, was man verschenken kann.
        Hamburg ist schon sehr nah dran, Skandinavien würde ich liebend gerne hinfahren, Nordpol – noch viel besser! Ich packe eben meine Koffer, dann geht’s los! 😉
        Nein, ich bin in Lübeck gelandet für mein Studium. Dieser Bilderbuchstadt, in der man sich immer ein bisschen wie im Freilichtmuseum vorkommt 😀 Und das Meer ist auch nicht weit entfernt…was will man mehr? (Außerdem sitze ich für Weihnachten hier natürlich an der Quelle des Marzipans 😀 )
        Liebe Grüße,
        Lea (die ursprünglich auch aus dem Großraum Westdeutschland kommt)

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      2. Du sagst es 🙂
        Haha dann sag aber bitte Bescheid wenn’s losgeht, ich häng mich dann an deine Fersen.. 🙂
        Hört sich echt gut an, ich war noch nie in Lübeck und kann das demnach nicht beurteilen, aber so wie du das beschreibst (vor allem weil ich Marzipan liebe) sollte ich definitiv mal dahin kommen! Was studierst du denn da?
        Liebe Grüße,
        Jim

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      3. Mach ich keine Sorge 🙂

        Auf jeden Fall! Lübeck ist immer einen Besuch wert, insbesondere wenn man alte Hansestädte (und Marzipan) mag 😀
        Ich studiere zusammen mit 40 Anderen Psychologie an der Uni zu Lübeck. Die ist zum Glück sehr klein und überschaubar. Noch ein Punkt, warum es mich hierher verschlagen hat 😀

        Liebe Grüße,
        Lea

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      4. Das hört sich doch echt gut an 🙂 Kommt mir gerade so vor als hätte ich dich schonmal gefragt was du studierst… mhh. 😀 Aber sehr cool auf jeden Fall, kleine Unis haben ihren ganz eigenen Charm (meine ist auch recht klein) und dann noch in der Stadt des Marzipans.. 🙂

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      5. Jaa, ich denke auch dass wir diese Konversation so oder so ähnlich schon mal geführt haben 😉
        Das haben sie wirklich und deswegen bin ich auch sehr zufrieden mit meiner Entscheidung (und das mit dem Marzipan ist natürlich nicht zu toppen (so, jetzt haben wir es oft genug wiederholt 😉 )). Ich hoffe, du bist es auch! 🙂

        Alles Liebe,
        Lea

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      6. Kein Ding ;D bei so vielen Kommentaren verliert man doch schnell mal den Überblick.
        Hatte ich 🙂 war sehr entspannt und erholsam. Aber wie ich lese, hattest du auch einen sehr glücklichen Tag 😀 Frei nach dem Motto: „Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein.“ An manchen Tagen klappt das wirklich 😉 Gefällt mir auf jeden Fall gut dein 100-Schritte-Plan.

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  12. Wenn man deinen Text so liest, klingt London sympathisch. Dabei hat es mir damals gar nicht gefallen…. Vielleicht sollte ich der Stadt nochmal eine Chance geben. Und sie dieses mal nicht in den Schatten der Harry Potter Studios stellen 😀
    Übrigens hab ich dich für den Liebster Award nominiert
    https://felicitassturm.wordpress.com/2015/11/02/liebster-award-nach-dem-spiel-ist-vor-dem-spiel/
    Würd mich freuen, wenn du die Fragen beantwortest…
    Grüße
    Felicitas

    Gefällt 1 Person

    1. London hatte seinen Charme.. wenn auch seine unsympathischen Seiten.. wieso hat es dir damals nicht gefallen?
      aah sehr cool dankeschön, das freut mich! Werde das zeitnah in Angriff nehmen 🙂
      Liebe Grüße,
      Jim

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      1. Ich war damals im August in London – als alles überfüllt war mit Touristen und die Hitze die Themsen so widerlich zum Stinken brachte, dass einem schlecht wurde. Mir war die Stadt zu überfüllt, zu laut, zu dreckig. Aber vielleicht war ich einfach nur zur falschen Zeit an den falschen Orten….
        Ach ja, Draco Malfoy ist doch super! (Alles was mit Harry Potter zu tun hat, ist super 😉 )
        Viele Grüße
        Felicitas

        Gefällt 1 Person

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