gedanken

Ein Nachtgedanke

In der Dunkelheit erscheinen Gedanken wie Körper, ich kann sie greifen, fühlen, erleben. Es gibt nichts, das sie einschränken könnte; dem Licht entgegen, das auf die Augen fällt und all die Wahrheit unter die Haut des Oberflächlichen verschließt. Nie mehr als in der Nacht können Gedanken größer als man selbst werden. Wenn sie erwachen und gedeihen,… Continue reading Ein Nachtgedanke

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Sezierung des Tages

Mein Tag begann unerträglich früh. Oder spät, je nach Sichtweise. Um 01:27 Uhr in der Nacht erlaubten mir die wirklich bis auf den letzten Stichpunkt meiner imaginären ToDo-Liste abgearbeiteten Pflichten den Sturzflug ins natürlich nicht ordentlich hergerichtete Bett, ehe mich nach weiteren zehn Minuten unfreiwilligem Lauschens der sich in den angrenzenden Garten angesiedelten Grillenschweine der… Continue reading Sezierung des Tages

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Männer, die in Nike-Schuhen präsentieren

  Schmerzdurchdrungen bis desinteressiert ahnend über das bevorstehende Versagen streichele ich in allzu harter Freitagsfrühe den ebenfalls recht harten Bahnhofsboden mit den doch sehr unbequemen, nur in Kombination mit drei Pflasterschichten auszuhaltenden, aber glanzneuen Nike-Schuhen, die ich mir zum Sparpreis von 165€ am vorlesungsfreien Donnerstag aus einer Laune heraus gekauft habe; ich tendiere zu dem unschlagbaren… Continue reading Männer, die in Nike-Schuhen präsentieren

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Mach die Augen auf, alter

Guck mich an. Guck nicht ihn an, der auch auf sein Smartphone schaut. Guck mich an oder sie an oder den alten Mann an, der gelborangene Sonnenstrahlen in seinem warmen Blick hat, seine Augen, ein feuchter Grünton, guck den Baum an, der für eine Milisekunde an deinem Blickfeld vorbeirauscht, so unscharf aber so strahlend grün… Continue reading Mach die Augen auf, alter

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Eine Hommage an die erste eigene E-Gitarre

Als ich sechs Jahre alt war, drückte mir mein Vater an einem ganz gewöhnlichen Montagabend im Frühling 1998 eine E-Gitarre in die Arme. Seine Augen leuchteten, meine Augen leuchteten. Es schien ihm viel zu bedeuten und deswegen bedeutete mir es auch viel, auch wenn ich nicht einen Ton spielen konnte, es noch nie probiert hatte,… Continue reading Eine Hommage an die erste eigene E-Gitarre

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Unglücklich über’s Glücklichsein

Och man, da bin ich einmal glücklich, und schon bin ich unglücklich, weil ich glücklich bin. Glücklichsein schränkt mich nämlich enorm ein. Ich lese weniger, ich schreibe weniger. Die Stimmung, in der meine Gedanken in abgefahrene, total durchdachte und lyrisch wie belletristisch höchst anspruchsvolle Texte münden, ist von einer mich völlig einnehmenden Melancholie, dem Feind… Continue reading Unglücklich über’s Glücklichsein